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Frühlings-Qi-Gong: Lockern Sie Ihre Schulterblätter

  • Posted on:  Montag, 25 April 2011 14:29
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Der Frühling ist genau die richtige Zeit, um Gelenke, Sehnen und Bindegewebe zu „entriegeln“, um die im Winter gespeicherte Energie zu befreien und in Fluss zu bringen.

Daoyin, eine Kombination von Dehnungsübungen und Atemtechniken, gehörte zu den von den alten Chinesen entwickelten Praktiken, um den Fluss der Energie zu unterstützen. Im Folgenden lernen Sie eine einfache, aber umso wirkungsvollere Übung kennen, die Ihre Holz- bzw. Frühlings-Energie befreien und sogar Reizbarkeit und Frustration vertreiben hilft.

Das, was uns im Alltag oft bedrückt, lastet oft schwer auf den Schultern. Man sagt zwar, jemand ziehe die Schultern hoch. Aber ist es nicht vielmehr so, dass wir den Kopf einziehen? Deshalb ist die geschmeidige Bewegung der Arme und Schulterblätter ist eine wichtige Technik im Taiji und Qigong. Sie lockert den gesamten Oberkörper.

Daoistische Übung: Die Schulterblätter bewegen

Wenn der Körper und seine Energien frei von Blockaden sind (wie bei einem Baby), dann bewegen sich die Arme und die Schulterblätter natürlich. Tatsächlich wird die Bewegung der Arme zu einem großen Teil aus dem Schulterblatt-Bereich heraus aktiviert.

Im Laufe der Zeit bilden sich jedoch Verspannungen und behindern die natürliche Bewegung der Arme von den Schulterblättern aus, der ganze Oberkörper "friert" ein, versteift sich und beginnt irgendwann zu schmerzen. Problematisch ist die Stagnation, die sich zwischen den Schulterblättern entwickelt, weil davon die Herzgegend und die Lunge betroffen sind. Das übende Bewegen der Schulterblätter ist eine wirksame Methode, diese Entwicklung umzukehren.

Die Übung ist für jeden geeignet und öffnet den Raum zwischen den Schulterblättern und den Netz-Leitbahnen. Sie verhilft Ihnen zu einer weichen und federnden Bewegung von Oberkörper und Kopf. Sie verbessert schrittweise die Mobilität und lindert Schmerzen in diesem Bereich, darunter Kopfschmerzen und Migräne.

Die Übung

1. Sitzen oder stehen Sie bequem und entspannt mit aufrechtem Rücken. Winkeln Sie Ihre Arme an, halten Sie die Hände vor die Hüftgelenke und die Handflächen nach oben zum Himmel, so als ob Sie einen großen leichten Ball hielten.

2. Bewegen Sie die Ellbogen nach vorne, während die Hände vor den Hüftgelenken bleiben. Drehen Sie die Hände und Arme so, dass die Handrücken mit der Oberseite zueinander gerichtet sind und die Fingerspitzen nach unten auf den Boden zeigen.

3. Dehnen Sie sanft alle Gewebe des Oberkörpers.

4. Gehen Sie zurück in die Ausgansposition und wiederholen Sie die Übung 10- bis 20-mal.

Das sollten Sie bei der Übung beachten

  • Lassen Sie Schultern und Ellbogen ganz entspannt herabhängen.
  • Halten Sie Hals und Kopf locker aufrecht ohne sie zu bewegen, während sich die Schulterblätter dehnen.
  • Wenn die Schulterblätter auseinander gehen, sollten Sie sich nicht überdehnen, damit Sie sich nicht  verspannen.
  • Führen sie die Schulterblätter wieder locker zurück. Erlauben Sie ihnen, so weich und elastisch wie möglich zu werden.
  • Fühlen und spüren Sie, wie sich die Energie im oberen Rücken zunehmend verteilt und mit der Zeit die  Anspannung allmählich verschwindet.
  • Entspannen Sie Hände, Füße, Stirn und Gesicht, atmen natürlich ohne den Atem anzuhalten.
  • Entspannen Sie während der Übung ihre Augen.
Gelesen 2742 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 28 November 2013 11:16
Helmut Magel

Jahrgang 1946, Heilpraktiker, Lehre, Grafik-Design- und Lehramts-Studium, Ausbildungen in TCM, Kalligraphie und Qi Gong in Deutschland, seit 1990 eigene TCM-Praxis; 1995 bis 2001 Redakteur der TCM-Beiträge der AGTCM in der “Volksheilkunde”, Fortbildungen in TCM bei B. Kirschbaum, für westliche Kräuter bei F. Ramakers, J. Ross und E. Mosheim-Heinrich, Dozent seit 1996, seit 1999 Leitung der August-Brodde-Schule, Autor zahlreicher Fachartikel zur Chinesischen Medizin.

Webseite: www.helmut-magel.de
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