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Massage-Weltrekord - Erinnerung an eine sehr alte Heilmethode

  • Posted on:  Mittwoch, 12 September 2012 11:32
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Massage-Weltrekord - Erinnerung an eine sehr alte Heilmethode

Kürzlich gab es in der thailändischen Hauptstadt Bangkok ein Event besonderer Art: In einer riesigen Halle massierten 641 MasseurInnen 12 Minuten lang ebenso viele Personen. Als größte simultane Gruppen-Massage aller Zeiten ging die Aktion ins Guinness-Buch der Rekorde ein.

Ob da richtige Entspannung während der Behandlung aufkommt, mag bezweifelt werden. Aber die traditionelle Thai-Massage (TTM) stand plötzlich weltweit in den Zeitungen und brachte sich wieder in Erinnerung. In Thai heißt sie Nuad Phaen Boran, was so viel bedeutet wie „uralte heilsame Berührung“.

Die Thai-Massage besteht aus passiven, dem Yoga entnommenen Streckpositionen und Dehnbewegungen, Gelenkmobilisationen und Druckpunkt-Massagen. Zehn ausgewählte Energielinien (Thai: sip sen), die nach ayurvedischer Lehre (wie beim Shiatsu und in der TCM) den Körper als energetisches Netz durchziehen, werden über sanfte Dehnung und mit dem rhythmischen Druck von Handballen, Daumen, Knien, Ellenbogen und Füßen bearbeitet. Die Thai-Massage findet bekleidet auf einer Bodenmatte statt. Traditionell dauert sie 2½ Stunden und zeichnet sich durch ihren dynamischen kraftvollen Aspekt aus.

Historisch kam sie wohl aus Indien und vermischte sich mit siamesischen Massage-Formen. Möglicherweise wurden auch Einflüsse der Traditionellen Chinesischen Medizin aufgenommen. Die traditionelle Thai-Massage ist auch in ihrer heutigen Praxis dem Buddhismus verbunden.

Die Thai-Massage regt tiefe Atmung und Entspannung des ganzen Körpers an und hilft, folgende Beschwerden zu lindern:

Kopfschmerzen, Übelkeit, Verstopfung oder Durchfall, Tinnitus, Schlafstörungen, Husten, Gelenkschmerzen. Zugleich wird die Durchblutung und der Lymphfluss, die Gelenkbeweglichkeit und der Stoffwechsel gefördert.

Sie brauchen dafür nicht nach Thailand zu fliegen, auch bei uns gibt es gute Thai-MasseurInnen.

Gelesen 1532 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 28 November 2013 23:35
Helmut Magel

Jahrgang 1946, Heilpraktiker, Lehre, Grafik-Design- und Lehramts-Studium, Ausbildungen in TCM, Kalligraphie und Qi Gong in Deutschland, seit 1990 eigene TCM-Praxis; 1995 bis 2001 Redakteur der TCM-Beiträge der AGTCM in der “Volksheilkunde”, Fortbildungen in TCM bei B. Kirschbaum, für westliche Kräuter bei F. Ramakers, J. Ross und E. Mosheim-Heinrich, Dozent seit 1996, seit 1999 Leitung der August-Brodde-Schule, Autor zahlreicher Fachartikel zur Chinesischen Medizin.

Webseite: www.helmut-magel.de
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