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Zeigt her eure Füße...

  • Posted on:  Donnerstag, 23 Februar 2012 21:16
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Zeigt her eure Füße...Stephanie Hofschläger

Rund 180 000 Kilometer tragen uns die Füße im Leben durch die Welt. Deshalb sollten Sie Ihren Füßen die nötige Aufmerksamkeit schenken. Sie sind mehr als das Ende der Beine.

Die Quelle sprudeln lassen

An den Füßen enden bzw. beginnen sechs von zwölf Meridianen und einer davon beginnt direkt unter dem Fuß. Der Anfang dieses Meridians heißt „Sprudelnde Quelle“ (Yong Quan). Der Mensch befindet sich zwischen Himmel und Erde. Die Füße sind der tiefste Teil des Körpers. Über sie nimmt der Mensch die Energien der Erde auf, so wie die Quelle das Wasser hervorbringt. 

Mit beiden Beinen im Leben stehen bedeutet, eine gute Erdung zu haben. Zugleich sollte man flexibel und elastisch sein, ähnlich wie ein junger Bambus. Damit die Beweglichkeit und zugleich der feste Stand gewährleistet sind, besitzt der Fuß 114 Bänder und 20 Muskeln, 26 Knochen und über 33 Gelenke. Dieses hochkomplexe Gebilde „Fuß“ ermöglicht uns ein stoßfreies Gehen, Laufen, Hüpfen und Springen. Nicht zu vergessen, dass die Füße unser ganzes Körpergewicht tragen.

Die Füße haben also eine physische und eine energetische Bedeutung für den Körper. Schenken Sie Ihren Füßen deshalb die nötige Beachtung. Füße brauchen Pflege. Nur gesunde Füße sind auch schöne Füße. Das beginnt bei den Schuhen und Strümpfen, die Ihren Füßen genügend Atmung verschaffen müssen. Wählen Sie beim Schuhkauf deshalb natürliches Material. 

Wo drückt der Schuh?

Achten Sie auf bequeme Schuhe, damit der Vorderfuß und die Zehen nicht gequetscht werden. Warten Sie nicht so lange, bis das erste schmerzhafte Hühnerauge, Verhornungen und Schwielen auftreten. Falsches Schuhwerk ist nicht nur eine regelrechte Bedrohung für die Füße, sondern auch für die Wirbelsäule. Zu schmale, harte oder spitze Schuhe bergen das Risiko für Fuß- und Nagelpilz, woran viele Menschen leiden. 

Bereits im Schuhgeschäft entscheiden Sie sich für Ihre Gesundheit. Kaufen Sie die Schuhe möglichst nicht vormittags, sondern nachmittags, wenn sie vielleicht schon ein wenig geschwollen sind. Probieren Sie beide Schuhe an, nehmen Sie sich genügend Zeit, um die passenden Schuhe zu finden. Ziehen Sie dicke Socken an für den Schuhkauf, besonders für Schuhe, die Sie im Winter tragen wollen. 

Mal „unten ohne“ laufen

Ratsam ist, die Schuhe der Jahreszeit anzupassen und täglich zu wechseln. Besonders in der warmen Jahreshälfte können Sie öfter auf Schuhe verzichten und möglichst oft draußen barfuß zu laufen. Genießen Sie „unten ohne“ zu gehen. Erspüren Sie mit dem Tastsinn der Füße bewusst unterschiedliche Flächen, die die Natur bietet. Der Garten oder ein Park in Ihrer Nähe reichen, um Rasen, Gräser, Wasser, trockenen und feuchten Sand, Kies, Rindenmulch, Holzbretter, Pflastersteine mit den Füßen wahrzunehmen.

Barfußlaufen regt den Kreislauf an, stärkt die Nerven und fördert die Abwehr. Denken Sie an die Meridiane, die am Fuß enden bzw. beginnen. Sie stehen auch mit den inneren Organen in Verbindung und stimulieren sie. Regelmäßige Fußgymnastik gehört ebenfalls dazu: Versuchen Sie, mit den Zehen ein auf dem Boden liegendes Tuch aufzunehmen. Regelmäßige Übungen mit einem Igel- oder Tennisball trainieren vor allem die kleinen Fußmuskeln.

Wechselbäder

Baden Sie öfter Ihre Füße. Wahre Wunder können Wechselbäder bewirken. Das sind Bäder, bei denen auf ein länger dauerndes warmes Bad ein kürzeres kaltes Bad folgt. Einmal Yin – einmal Yang. So wird es gemacht: Sie nehmen zwei etwas höhere Wannen, so dass die Füße und das halbe Wadenbein noch mit Wasser bedeckt sind. Füllen Sie die eine Wanne mit sehr warmem (ca. 38°C) und die andere mit kaltem Wasser (ca. 15°C). 

Beginnen Sie damit, die Füße in das warme Wasser zu stellen. Lassen Sie die Wärme 2-5 Minuten einziehen, dann wechseln Sie in die kalte Wanne, lassen die Füße jedoch nur kurze Zeit dort, etwa 10 Sekunden. Dann wechseln Sie wieder in das warme Wasser. Zwischen dem Wechsel lassen Sie jeweils die Füße abtropfen, bewegen Sie dabei Füße und Zehen. Wiederholen Sie den Vorgang etwa sechs Mal und denken Sie daran, noch einmal heißes Wasser nachzugießen. 

Nach dem Fußwechselbad am Besten Socken anziehen, um die Wärme zu halten. Am Besten nehmen Sie sich für den Abschluss noch ein wenig Zeit und legen Ihre Füße hoch und entspannen so den ganzen Körper. 

Wechselbäder sind ein ausgezeichnetes Anregungsmittel für Kreislauf und Herz. Die Lebensenergie Qi wird angeregt und bewirkt 

  • eine verbesserte Durchblutung 
  • Stärkung der Abwehrkräfte 
  • Erfrischung bei Müdigkeit 
  • Aktivierung der körperlichen Kräfte
  • Harmonisierung des Kälte- und Wärmehaushaltes

Nicht empfehlenswert sind die Wechselbäder zum Beispiel bei

  • Entzündungen der Blase, der Nieren und des Unterleibs
  • Gefäßverschlüssen an den Beinen (Thrombosen)
  • Raynaudsche Krankheit
  • Bluthochdruck

Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren TCM-Therapeuten.

Und danach

Fußpilz ist eine Plage. Beugen Sie vor und trocknen Sie nasse Füße immer gut zwischen den Zehen ab. Nach jedem Duschen oder Fußbad am besten die Füße mit einer speziellen Fußcreme oder einem Öl eincremen. Dabei können Sie die Füße noch ein wenig massieren, was die Durchblutung fördert und Verspannungen löst. Denken Sie daran, regelmäßig die Fußnägel zu schneiden, und zwar gerade und nicht zu kurz. Wenn Sie nicht mehr so gut an die Füße dran kommen, lassen Sie sich regelmäßig professionell helfen. 

Wir wünschen Ihren Füßen gute Gesundheit!

Gelesen 1976 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 28 November 2013 11:19
Helmut Magel

Jahrgang 1946, Heilpraktiker, Lehre, Grafik-Design- und Lehramts-Studium, Ausbildungen in TCM, Kalligraphie und Qi Gong in Deutschland, seit 1990 eigene TCM-Praxis; 1995 bis 2001 Redakteur der TCM-Beiträge der AGTCM in der “Volksheilkunde”, Fortbildungen in TCM bei B. Kirschbaum, für westliche Kräuter bei F. Ramakers, J. Ross und E. Mosheim-Heinrich, Dozent seit 1996, seit 1999 Leitung der August-Brodde-Schule, Autor zahlreicher Fachartikel zur Chinesischen Medizin.

Webseite: www.helmut-magel.de
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