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Erdbeeren aus China? Nein, danke

  • Posted on:  Mittwoch, 28 November 2012 21:50
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Erdbeeren aus China? Nein, dankeBernd Kasper

Vor kurzem erkranken Hunderte von Kindern an Durchfall. Dabei stellt sich heraus, dass Schulkinder in Deutschland mit Erdbeeren verpflegt, die tausende Kilometer Lieferweg hinter sich haben. Erdbeeren sind ein Produkt der frühsommerlichen Saison, stehen aber im Herbst in Schulen auf dem Speiseplan. 

Einer der Gründe dafür ist, den Durchschnittspreis für das Schulmittagessen weit unter drei Euro zu halten. Qualitätsansprüche oder gesundheitliche Aspekte spielen leider nur eine nachrangige Rolle. Dagegen fordert der Bundesverband der Regionalbewegung eine möglichst flächendeckende Essensversorgung aus den jeweiligen Regionen. Angefangen von der Produktion der Zutaten bis zur Verteilung in den Schulen.

Essen aus der Region hat viele Vorteile

Regionale Lebensmittel ermöglichen kurze Wege, eine Stärkung der örtlichen Wirtschaftskraft, engere Beziehungen zu den Produzenten und Verarbeitern und dadurch eine höhere Transparenz. Die regionale Herkunft der Schulverpflegung ermöglicht in erster Linie einen hohen Frischegrad der Waren.

In einem Positionspapier Bundesverbandes der Regionalbewegung e.V. zur regionalen Schulverpflegung wird gefordert:

  • Schulverpflegung ist zukünftig verbindlich regional, saisonal und gesundheitlich ausgewogen zu gestalten.
  • Es sind gezielt regionale Lebensmittelproduzenten und -verarbeiter vor Ort einzubinden.
  • Es braucht bundesweit verbindliche Qualitätsstandards für die Essens-Zubereitung im Rahmen der Richtlinien für Ganztagsschulen und Ganztagsbetreuung.
  • Es muss eine ausreichend finanzielle Ausstattung gewährleistet werden, um eine qualitativ hochwertige Schulverpflegung zu ermöglichen. Dadurch soll insbesondere die Verarbeitung von gesunden Zutaten und eine sozial gerechte Bezahlung der beteiligten personellen Ressourcen gewährleistet werden. Ein eigenes bundesweites Programm zur Unterstützung der Bemühungen in den einzelnen Bundesländern wäre hierfür sinnvoll.
Gelesen 1571 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 28 November 2013 23:49
Helmut Magel

Jahrgang 1946, Heilpraktiker, Lehre, Grafik-Design- und Lehramts-Studium, Ausbildungen in TCM, Kalligraphie und Qi Gong in Deutschland, seit 1990 eigene TCM-Praxis; 1995 bis 2001 Redakteur der TCM-Beiträge der AGTCM in der “Volksheilkunde”, Fortbildungen in TCM bei B. Kirschbaum, für westliche Kräuter bei F. Ramakers, J. Ross und E. Mosheim-Heinrich, Dozent seit 1996, seit 1999 Leitung der August-Brodde-Schule, Autor zahlreicher Fachartikel zur Chinesischen Medizin.

Webseite: www.helmut-magel.de
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