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Kuzu gegen Magen- und Darmprobleme

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Ich koche sehr gerne mit Lebensmitteln, von denen ich weiß, dass sie eine heilende Wirkung auf den Körper haben. So nehme ich nicht etwa irgendein Bindemittel, sondern greife zu Kuzu, manchmal auch Kudzu geschrieben.

Kuzu (Pueraria lobata) wird aus den Wurzeln einer ursprünglich aus den Bergen Japans stammenden Kletterpflanze gewonnen. Die chinesische Medizin nutzt Kuzu bei akuten Darmproblemen, besonders hilfreich ist die Stärke aus der Wurzel bei Durchfall und einer generellen schwachen Verdauung. Die bröcklige Stärke ist leicht verdaulich.

Kuzu soll übrigens auch bei der Nikotinentwöhnung helfen. Ich bin aber nicht sicher, ob das wirklich stimmt. 

Ich binde mit Kuzu gerne Soßen oder rote Grütze. Dazu rühre ich Kuzu kurz vor der Verwendung in einem separaten Gefäß an: Etwa einen Teelöffel Kuzu und so viel kaltes Wasser dazu, dass es gerade bedeckt ist und sich auflöst. Dann gebe ich das Kuzu-Wasser-Gemisch unter Rühren ins Essen, zum Beispiel in Kompott, zum Andicken.

Gerne verwende ich es auch als Ei-Ersatz beim Panieren, damit geht das Panieren sogar einfacher als mit Ei. Dafür löse ich das Kuzu in Wasser auf, gebe etwas Salz hinzu und ziehe das Gemüse oder das Fleisch durch das Kuzu-Wassergemisch. Zum Schluss kommen die Semmelbrösel.

Hier noch ein Tipp der Ernährungsberaterin Andrea Frevel gegen Reiseübelkeit:
 

"Wie Gelatine rührt man Kuzu in kaltem Wasser an (ca. 2-3 TL auf 1 Tasse Wasser), kocht es dann kurz auf und trinkt es in kleinen Schlucken. Bei längeren Autofahrten ist es sinnvoll, das Kuzu fertig zubereitet in einer Thermosflasche mitzunehmen, da es abgekühlt nicht so toll schmeckt – es wird ein bisschen glibberig."

Kuzu gibt es in gut sortierten Bioläden. Leider ist es teuer, daher kaufe ich die Stärke meist in Kilopackungen, das hält dann eine ganze Weile.

Gelesen 3453 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 28 November 2013 23:45
Miriam Betancourt

geboren 1971, ausgebildete Journalistin. Sie beschäftigt sich seit 2000 vor allem mit der chinesischen Ernährungslehre sowie chinesischen und heimischen Kräutern. TCM-Stationen in der August-Brodde-Schule in Wuppertal und beim Pacific College of Oriental Medicine.

Webseite: www.culina-medica.de
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