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Ein langer Tag, ein heißer Kopf

  • Posted on:  Montag, 25 März 2013 08:59
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Ein langer Tag, ein heißer KopfIngo Scharwächter

Gehören Sie zu den Menschen, die den ganzen Tag am Schreibtisch vor dem Computer sitzen? Haben Sie abends einen heißen Kopf? Ist das Gesicht zusätzlich rot, und es besteht ein Bedürfnis nach kalten Getränken? Brennen die Augen, oder fühlen sie sich trocken an? Und womöglich sind die Füße dabei kalt? – Hier einige einfache Tipps, was Sie dagegen tun können.

Qi-Dynamik

Wenn Sie viele Stunden in einer Haltung verbringen (häufig bewegen sich nur die Hände, selbst die Augen „starren“ auf den Bildschirm), kann die Energie nicht frei zirkulieren, es kommt zu einer eingeschränkten Dynamik des Qi („Lebensenergie“).

Fülle oben – Leere unten

Was tun Sie am Schreibtisch? Sie konzentrieren sich, Sie denken, Sie schauen auf den Bildschirm. Hierfür wird eine Menge Energie im Kopf benötigt, die Ihnen der Körper ohne Umstände zur Verfügung stellt.

Sie haben generell zu wenig Energie? Dann steht die Energie, die der Kopf benötigt, an anderer Stelle nicht mehr zur Verfügung. Häufig sind das die Füße oder die Beine.

Die Sitzhaltung vieler Menschen ist nicht optimal. Damit die Energie frei zirkulieren kann, ist es günstig, wenn das Gesäß höher liegt als die Knie. Insbesondere große Menschen haben häufig das Problem, auf zu niedrigen Sitzmöbeln und/oder an einem zu niedrigen Tisch zu sitzen. An der „Knickstelle“ im Lendenbereich staut sich die Energie. Selbst wenn also eigentlich ausreichend Energie da wäre, kommt sie möglicherweise in den Beinen nicht oder nur bedingt an.

Wenn Sie nach einem Arbeitstag müde sind, sich aber bei Bewegung wohl fühlen, dann haben Sie theoretisch ausreichend Energie. Wenn Bewegung zusätzlich ermüdet, dann haben Sie generell zu wenig Energie für Ihr Pensum.

Im ersten Fall hilft Bewegung (Spazieren gehen, Walken, Joggen, Gartenarbeit), im zweiten Fall Ruhepausen, Schlaf und gute Ernährung.

Hitze

Geistige Überbeanspruchung kann zu einem Mangel an „Kühlwasser“ im Körper führen („Nieren-Yin-Mangel“). Damit ist das kühlende Gegengewicht gegenüber aller Dynamik und Aktivität gemeint. Auch Stagnation kann Hitze erzeugen, wie sie entsteht, wenn man Gas gibt, ohne vorher die Handbremse gelöst zu haben. Hitze neigt dazu, nach oben zu steigen, hier manifestieren sich die Hitzezeichen: heißer Kopf, rotes Gesicht, brennende Augen, Durst auf kalte Getränke.

Was tun?

Machen Sie ausreichend Pausen während der Arbeit. Und bewegen Sie sich in diesen Pausen: Lassen Sie Ihre Schultern kreisen, beugen und strecken Sie sich in der Hüfte, lockern Sie die Beine, und bewegen Sie die Füße. Treppensteigen ist dafür z.B. sehr geeignet. Überprüfen Sie Ihre Sitzposition! Schließen Sie zwischendurch immer wieder kurz die Augen und lassen Sie die Augäpfel kreisen.

Trinken Sie ausreichend. Die Getränke sollten nicht eisgekühlt sein, sondern mindestens Zimmertemperatur haben.

Machen Sie einen flotten Spaziergang nach der Arbeit. Das bringt nicht nur den Körper in Bewegung, sondern hilft Ihnen auch, die Anspannung des Tages hinter sich zu lassen und die Entspannung des Abends willkommen zu heißen. Zu Hause können Sie sich ein warmes Fußbad gönnen und die Füße dabei massieren, um die Energie vom Kopf wieder in die Füße zu bringen. – Dann steht einem entspannten Feierabend hoffentlich nichts mehr im Wege.

Gelesen 6019 mal Letzte Änderung am Freitag, 29 November 2013 00:14
Nora Giese

Heilpraktikerin, Dramaturgin und Dozentin. Jahrgang 1977, eine Tochter. Verschiedene Aus- und Fortbildungen in Traditioneller Chinesischer Medizin, Chinesischer Arzneimitteltherapie und Ohrakupunktur. Seit 2011 in eigener Praxis in Bonn tätig.

Webseite: www.praxis-giese.com
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