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Die schwarzen Beeren des Spätsommers - Holundersaft zur Vorbeugung und bei Erkältung

  • Posted on:  Donnerstag, 06 September 2012 00:00
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Die schwarzen Beeren des Spätsommers - Holundersaft zur Vorbeugung und bei Erkältung

Die schwarzen Holunderbeer-Dolden gehören zum Spätsommer. Sie können jetzt überall in der Natur reichlich gepflückt werden. Aber Vorsicht, denn es kann leicht Flecken geben, die schlecht zu entfernen sind. Aber es lohnt sich: was da in den kleinen Bäumen hängt, ist ein hervorragendes Mittel zur Stärkung der allgemeinen und Abwehr-Energie im Besonderen. Seit den alten Griechen und Römern weiß man ihre Heilwirkung zu schätzen.

Holunderbeeren sind ein altes Heilmittel

Schwarzer Holunder hilft bei fiebrigen Infekten, Erkältungen, Husten, Gicht, Rheuma, Ödemen, Blähungen, Kopfschmerzen, Nervosität, Schlaflosigkeit, unreiner Haut und Entzündungen.

Die Beeren, die zu Saft eingekocht werden, befreien im Sinne der Chinesischen Medizin die “Oberfläche”. Wenn Sie den Saft heiß trinken, wird die Kälte, die die Er-”Kältung” verursacht, durch Schwitzen heraus befördert und zusätzlich die Abwehr durch die wertvollen Inhaltsstoffe gestärkt.

Die Beeren haben eine dunkle blauschwarze, etwas rötliche Farbe und geben damit einen Hinweis für ihre positive Wirkung auf das Blut. Für die antike westliche Medizin galten sie als “Blut reinigend” und ein Mittel gegen Rheuma und Gicht. Um gut schlafen zu können und gelassen zu sein, muss nach chinesischer Auffassung der Geist im Blut verankert sein. Insofern wirkt Holundersaft zur Beruhigung und gegen Schlafstörungen.

Die Beeren enthalten viele Mineralstoffe und Vitamine und beachtliche Mengen an Aminosäuren, davon 40 bis 50 % essentielle. Die enthaltenen Glykoside wirken Herz stärkend. Die ätherischen Öle des Holunders wirken beruhigend und entzündungshemmend auf die Schleimhäute, fördern die Sekretion und lösen Schleim. In der Herbstzeit werden viele Menschen von Erkältungskrankheiten geplagt. Holunderbeeren sind dann genau richtig: sie stärken die Abwehrkräfte und helfen Erkältungen zu bekämpfen.

Die bioaktiven Substanzen wie Ballast-, Gerbstoffe sowie der typische Farbstoff Sambucyanin, der zu den Flavonoiden gehört und sogar Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugt, macht die Holunderbeeren zu einem zu einem wahren Gesundbrunnen.

Holundersaft selber machen

Holunderbeeren dürfen nicht roh gegessen werden, sondern müssen zu Saft gekocht werden. Glücklicherweise sind die vielen Vitamine in den Holunderbeeren dank der reichlichen Gerbstoffe sehr stabil. Jemand, der empfindlich auf Säure reagiert, braucht auf Holunderbeersaft nicht zu verzichten, sein Gehalt an Apfel- und Weinsäure ist relativ niedrig.

Der Holundersaft kann heiß oder kühl getrunken werden. Der heiße Holundersaft eignet sich besonders gut, um eine Erkältung mit einer Schwitzkur zu kurieren. 

So wird der Holundersaft schnell selbst gemacht:

  • Holunderbeeren gründlich waschen.
  • die reifen Beeren sorgfältig von den Stengeln abrebeln, eine Gabel kann dabei hilfreich sein.
  • Wasser (daumenbreit) in einen Topf geben, die Beeren hinzugeben und alles aufkochen
  • 15 Min. köcheln lassen, dann sind die Beeren weich (mit dem Kochlöffel als Probe an den Rand drücken). Sie sollten viel Saft abgegeben haben. Eventuell süßen kann man mit Honig.
  • ein sauberes Tuch so über einem weiteren Topf befestigen, dass es den Brei auffangen kann. Das Tuch kann auch in ein großes Sieb über dem Topf gelegt werden.
  • die gekochten Beeren auf das Tuch schütten und über Nacht abtropfen lassen, bis der ganze Saft herausgetropft ist. Das Tuch am Schluss kräftig auspressen.
  • Der fertige Holundersaft kann frisch getrunken werden

Um ihn längere Zeit aufzubewahren, muss man ihn konservieren. Dazu wird der Saft in saubere Flaschen oder Gläser gefüllt und diese mit Gummipfropfen oder Schraubverschlüssen verschlossen. Anschließend erhitzt man den abgefüllten Holundersaft in einem Topf mit heißem Wasser. Mindestens dreißig Minuten lang muss der Saft kochen, um steril zu werden. Dann kann man den Holundersaft lange Zeit an einem kühlen Ort aufbewahren. 

Den Saft kann man dann bei Erkältung wieder warm machen und dem Kranken reichen. Oder man kann ihn als Basis für Süßspeisen und Gelee nutzen.

Wohl bekommt es. Gute Gesundheit!

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Gelesen 1503 mal Letzte Änderung am Montag, 31 März 2014 09:36
Helmut Magel

Jahrgang 1946, Heilpraktiker, Lehre, Grafik-Design- und Lehramts-Studium, Ausbildungen in TCM, Kalligraphie und Qi Gong in Deutschland, seit 1990 eigene TCM-Praxis; 1995 bis 2001 Redakteur der TCM-Beiträge der AGTCM in der “Volksheilkunde”, Fortbildungen in TCM bei B. Kirschbaum, für westliche Kräuter bei F. Ramakers, J. Ross und E. Mosheim-Heinrich, Dozent seit 1996, seit 1999 Leitung der August-Brodde-Schule, Autor zahlreicher Fachartikel zur Chinesischen Medizin.

Webseite: www.helmut-magel.de
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